Donnerstag, 3. April 2014

STS in den Docks

Das ist das erste Mal seit längerer Zeit, dass mein Sohn und ich zusammen ein Konzert besucht haben. Subway to Sally ist eine seiner Lieblingsbands und ich mag die Musik, ehrlich gesagt, auch ganz gern. Eine weitere Motivation mit zu gehen, war, dass das Konzert im Docks stattfand. Dort war ich noch nicht. Wir also mit der U-Bahn zum Kiez. Als wir am Docks ankamen war, die Schlange schon sehr lang. Einer der Schlangesteher rief uns aber schon von weiten zu, dass wir uns nicht anstellen müssten. Es gäbe links an der Tür eine Klingel. Danke, das ist aber nett!
Und die Klingel? Etwas mussten wir schon suchen, da sich diese in einer unüblichen Höhe befindet. Mein Sohn kam kaum ran!
Egal, wir kamen also vorm offiziellen Einlass hinein. Es waren schon andere Rollifahrerinnen da. Ich wurde von einem Roadie gefragt, wo ich stehen möchte. Wir entschieden uns für die rechte Seite direkt an der Bühne, da links schon ziemlich voll war. Das Konzert war richtig gut. Ich hatte die Band ja noch nicht live gesehen, sondern nur bei meinem Sohn mitgehört, aber die rocken. Der Rolli musste, ob meines Bewegungsdranges, wieder ziemlich leiden. Yeah, Rock'n'Roll!
Der Weg nach Hause hatte es dann auch noch mal in sich. Ich stieg in Ohlsdorf aus, da unser Heimatbahnhof nicht barrierefrei ist. Mein Sohn fuhr, aus Gründen, weiter. Da ich ja inzwischen Rolltreppe fahren gelernt hatte, musste ich es natürlich auch hier machen. Diese war ich allerdings noch nie heruntergefahren. Muss ich auch nicht, es gibt ja einen Fahrstuhl. Aber die Rolltreppe geht ja schneller. Das musste ich dann mit erhöhter Aufmerksamkeit bezahlen. Unten angekommen, kam ich nicht aus der Rolltreppe heraus! Die Kante war so blöd, dass meine großen Räder nicht über die Kante fuhren. Ich kam mir wie ein Hamster im Käfig vor. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich an den Greifbändern der Rolltreppe festzuhalten und den Rolli mit mir drin auf den Rücken zu legen, da von oben Leute nach kamen. Für eine Dame sah das wohl so spektakulär aus, dass sie schon den Notarzt rufen wollte. Das konnte ich gerade noch verhindern. Ich krabbelte aus der Treppe heraus und saß recht schnell wieder im Rolli. Nachdem ich mehrfach beteuert hatte, dass alles in Ordnung ist, konnte ich dann auch nach Hause fahren.

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